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Sie finden auf dieser Seite einen Überblick über die Veröffentlichungen in der Reihe „Szenografie & Szenologie“, herausgegeben von Ralf Bohn und Heiner Wilharm.You here will find a publication list of „Szenografie & Szenologie“, ed. by Ralf Bohn und Heiner Wilharm.
Reihe Szenografie & Szenologie

 

Inszenierung der Stadt, Ralf Bohn, Heiner Wilharm  

Ralf Bohn, Heiner Wilharm (Hg.)

Inszenierung der Stadt
Urbanität als Ereignis

2012, 372 S., kart., zahlr. Abb., 32,80 €
ISBN 978-3-8376-2034-4 

 
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Metropolen definieren sich durch ihre Wandlungsfähigkeit. Ausdrucksform ihrer transformierenden Kraft ist die Differenz von Selbst- und Fremdinszenierungen, die Ökonomie von gesellschaftlichen und gemeinschaftlichen Beziehungen ihrer Bewohner. Zu ihrer Selbstdarstellung bedürfen Metropolen der Anerkennung von außen. Angesichts der zunehmenden Bedeutung attraktiver Stadtbilder wenden sich immer mehr Stadtplaner, Marketingexperten und Politiker an Auftritts-Experten, die Architektur und Atmosphäre szenografisch zu vermitteln wissen.
Welche Reibungen ergeben sich zwischen Eventmarketing und Stadtfunktionalität, zwischen »Hirn, Hand und Herz« – wie Fritz Langs programmatische Formel für die Inszenierung Metropolis lautete? Ob Darstellung und Selbstdarstellung den eigenen Bürgern oder Touristen zukommen, Inszenierungen von unten oder oben, Medienfassaden oder Street-Art das reale oder imaginierte Bild der Stadt bestimmen und von den Bewohnern akzeptiert, idealisiert oder verworfen werden – solchen Fragen gehen die Aufsätze auf allen Ebenen urbaner Ausdrucksform nach.
Die Beiträge sind unter dem Eindruck des Kulturhauptstadtjahres RUHR.2010 entstanden. Aber nicht alle Aufsätze beziehen sich explizit auf dieses Event. Aus unterschiedlicher Perspektive, von Gestaltung und Architektur, Urbanistik, Kunst, Wissenschaft, Philosophie, werfen die Beiträge ein Schlaglicht auf die aktuellen szenografischen Strategien und Techniken der Inszenierung des urbanen Raums und tragen zur szenologischen Reflexion der Stadt als Ereignis bei.

Ralf Bohn,  Heiner Wilharm (Hg.):
Inszenierung und Vertrauen. Grenzgänge der Szenografie
Bielefeld (transcript) 2011; 406 S., kart., zahlr. z.T. farb. Abb., 32,80 €
ISBN 978-3-8376-1702-3

Reihe Szenografie & Szenologie Bd. 4
Zu Autoren, Gliederung & Einleitung

Als 4. Band der Reihe „Szenografie & Szenologie“ ist im Mai 2011 der Band „Inszenierung & Vertrauen. Grenzgänge der Szenografie“, erschienen, hgg. von Ralf Bohn und Heiner Wilharm, Bielefeld (transcript) 2009.

Der Band enthält die Erträge des Scenographers‘ Symposium Dortmund 2009 zum selben Thema.

Aus dem Klappentext: „Was sich in sozialen Praktiken auf Undarstellbares bezieht, verlangt nach Vertrauenserweisen. Inszenierungen als Konstruktionen gesellschaftlicher Beziehungen sondieren und besorgen solche Verbindlichkeiten. Die Beiträge dieses Bandes beschäftigen sich mit der Frage, wo – von der Warenpräsentation bis zur Inszenierung von Krisen und Katastrophen – die Grenzen und Möglichkeiten szenografischer Konzepte liegen und welche ökonomischen, ethischen und gestalterischen Kriterien der Vertrauenskonstruktion denkbar sind. Die Autorinnen und Autoren aus Wissenschaft, Kunst und Design thematisieren die Wirkungen szenografischer Arbeit und den Stand der szenologischen Reflexion.“

 


Sandra Schramke:
Kybernetische Szenografie.
Charles und Ray Eames – Ausstellungsarchitektur
1959 bis 1965
Bielefeld (transcript) 2010
, 186 S., kart., zahlr. z.T. farb. Abb., 24,80 €
ISBN 978-3-8376-1508-1

Reihe Szenografie & Szenologie Bd. 3

Anfang der 1960er Jahre setzten Charles und Ray Eames ihre Ausstellungsarchitektur gezielt als Mittel zur Gestaltung von Raum, Zeit und Kommunikation ein. Durch Umsetzung zeitgenössischer kybernetischer Erkenntnisse zum Informationstransport und durch die Anwendung ausgewählter Ergebnisse aus Wahrnehmungsphysiologie, -psychologie und Kognitionswissenschaften prägten sie die Raumproduktion und Rezipientensituation am Beginn des Zeitalters der Informatik und Digitalisierung.
Sandra Schramke zeigt, wie die Eames von 1959 bis 1965 neue Maßstäbe für kalkulierbare Informationsstrukturen etablierten und warum sie als Vorläufer einer modernen Szenografie multimedialer Ausstellungsgestaltung gelten können.
Einleitung: Ralf Bohn/Heiner Wilharm

Ralf Bohn:
Inszenierung als Widerstand. Bildkörper und Körperbild
bei Paul Klee

Bielefeld (transcript) 2009, 282 S., kart., zahlr. Abb., 33,80 € –
ISBN 978-3-8376-1262-2

Reihe Szenografie & Szenologie, Bd. 2

In seinen Werken überträgt Paul Klee den Übergang von (innerer) Stimme und (äußerem) Bild in ein szenisches Spiel – und stellt uns vor das Problem einer möglichen Opferlosigkeit dieses Übergangs. Als Musiker, Zeichner und Maler experimentiert er vielfältig mit dieser szenischen Dramatik. Werkimmanent stellt sich dabei die Frage, wie die Gewalt der Sinnenübergänge in den Kunst- und Designproduktionen moderiert und Schuldfreiheit »naturhafter« Produktion erreicht werden kann.

Seine neurodermitische Erkrankung zeigt in äußerster Verdichtung – der Sklerose als Palimpsest der Organhäute – den einbehaltenen Schuldkonflikt am Körperbild und dessen nothafte Entäußerung in Malerei. Die Sklerose Klees ist die ultimative Antwort auf das faschistische Programm sich selbst restlos konsumierender (Kriegs-) Produktion.

UMS1152Bohn_neu.inddRalf Bohn,  Heiner Wilharm (Hg.): Inszenierung und Ereignis.
Beiträge zur Theorie und Praxis der Szenografie
Bielefeld (transcript) 2009; 406 S., kart., zahlr. z.T. farb. Abb., 29,80 €

ISBN 978-3-8376-1152-6

Reihe Szenografie & Szenologie Bd. 1

Die mit diesem von Ralf Bohn und Heiner Wilharm herausgegebenen Band eröffnete Reihe Szenografie & Szenologie versammelt Monografien, Dokumentationen und Materialien zu einem neuen, sich zunehmend professionalisierenden Praxisfeld im Schnittpunkt von Ereignis- und Darstellungs-, Ausstellungs- und Vorstellungskultur. Die Themen kreisen um Inszenierungspraktiken und ein darauf zielendes gestalterisches, „szenografisches“ Schaffen im Schnittpunkt von Design und Kunst, Wissenschaft und Alltag. Die Reihe richtet sich an Leser – und Autoren – mit praktisch kreativen wie mit theoretischen Interessen, Interesse an der kreativen Praxis und der Reflexion darauf. Der vorliegende Band fokussiert in seinen Beiträgen die Frage, ob und wie angesichts zunehmender Ausdifferenzierung von Medien und Techniken dem damit einhergehenden Verlust leiblich-sinnlicher Erfahrung mit szenografischen Praktiken und Projekten entgegengewirkt werden kann. Und was man davon erwarten darf, entsprechende Inszenierungsstrategien im Umfeld einer Kultur des Ereignisses zu denken und bewusst zu machen.

Der Band versammelt 15 wissenschaftliche aber auch projektorientierte Beiträge von Christoph Weismüller, Ralf Bohn, Petra Maria Meyer, Martin Zenck, Joseph Imorde, Brigitte Marschall, Wolfgang Pircher, Heiner Wilharm, Sandra Schramke und Wolfgang Bock, Pamela C. Scorzin, Michael Wetzel, Karl Stocker und Erika Thümmel, Ernst Wolf-Gazo, Frank den Oudsten.

Ralf Bohn (Prof. Dr.) lehrt Medienwissenschaften, Heiner Wilharm (Prof. Dr.) lehrt Designtheorie und Gestaltungswissenschaften am Design-College der Dortmund University of Applied Sceineces & Arts.